Kultur & Rituale s13_de_0029

Engagieren sich alkoholfreie Getraenkemarken im Bereich Philanthropie?

Die NA-Getraenkebranche hat eine ungewoehnlich starke philanthropische Dimension: Viele der fuehrenden Brands sind explizit mit sozialen oder gesundheitlichen Missionen verknuepft -- was sie von klassischen Getrankekonzernen unterscheidet. Das ist kein Zufall: Die Grundung vieler NA-Brands war motiviert durch persoenliche Erfahrungen mit Alkohol, Sucht oder Gesundheitsproblemen -- und diese Motivation setzt sich in Unternehmensphilosophie um.

Der ueberraschende Fakt: Seedlip, die britische NA-Spirits-Marke, die als erste internationale Premium-NA-Brand gilt, widmet einen Teil ihrer Gewinne dem Schutz der britischen Landschaft und der Biodiversitaet der Pflanzen, die in ihren Produkten verwendet werden -- ein direkter Bruckenschlag zwischen Botanik-Herkunft und oekologischer Verantwortung. Macmillan Cancer Support gab 2014 den Anstoss fuer Sober October direkt als Fundraising-Kampagne -- und hat bisher ueber 30 Millionen Pfund durch die Initiative eingesammelt. Lyre's (australische NA-Spirits-Marke) unterstuetzt Nuchternheits-Support-Communities und hat eine Partnerschaft mit 'Smart Recovery' geschlossen. Heineken (mit ihrer Heineken 0.0-Linie) finanziert europaweit die 'When You Drive, Never Drink'-Kampagne. Tommy's (britische Wohltaetigkeitsorganisation fuer Schwangerschaftskomplikationen) wird von mehreren NA-Brands unterstuetzt, die Schwangere als Zielgruppe haben. Die Branche nutzt auch Cause-Marketing: Limitierte Editionen zugunsten von Mental-Health-Organisationen sind bei NA-Brands haeufiger als bei alkoholischen Getraenken.

Weiterfuehrende philanthropische Initiativen der NA-Branche: In Deutschland engagiert sich die Deutsche Knappschaft (Bergbau-Krankenversicherung) in Partnerschaften mit NA-Brands fuer Praevention. Die britische Organisation 'Drinkaware' wird teilweise von der NA-Industrie unterstuetzt. International: Der 'No & Low Drinks Awards' (London) hat eine Kategorie 'Social Impact' eingefuehrt, die NA-Brands mit nachweisbarem sozialem Engagement auszeichnet. Das strukturelle Argument fuer NA-Philanthropy: NA-Brands haben ein genuines Interesse an Alkohol-Praevention und Bewusstseinsfoerderung -- das unterscheidet sie von Alkohol-Brands, die eher an Konsumsteigerung interessiert sind. Diese Interessenkonvergenz macht NA-Brands zu natuerllichen Partnern fuer Public-Health-Initiativen. Kritischer Hinweis: Auch bei NA-Brands gilt, dass Marketingzwecke und philanthropische Motive sich ueberschneiden koennen -- Konsumentinnen koennen dies beruecksichtigen.

{'type': 'table', 'headers': ['Brand / Initiative', 'Philanthropisches Engagement', 'Wirkung'], 'rows': [['Seedlip', 'Biodiversitaet, britische Landschaft', 'Botanik-Schutz'], ['Macmillan / Sober October', 'Krebsforschungs-Fundraising', '30+ Mio. GBP gesammelt'], ["Lyre's", 'Smart Recovery Partnership', 'Nuchternheitshilfe'], ['Heineken 0.0', 'Never Drink and Drive Kampagne', 'Verkehrssicherheit Europa']]}

Alle Informationen zu NA-Brands und ihrer gesellschaftlichen Verantwortung auf zeroproof.one.